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Ahmadinedschads Rede im Wortlaut

 

Eklat bei der Anti-Rassismus-Konferenz der UNO in Genf: Die Badische Zeitung dokumentiert die umstrittene Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in deutscher Übersetzung und ausschnittsweise als Video.

Die Ansprache des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad vom Montag, 20. April, dokumentieren wir in einer Übersetzung der staatlichen Rundfunkgesellschaft des Iran. Die Badische Zeitung übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit. Aufgrund der verschiedenen Übersetzer kann es im Vergleich mit unserer sonstigen Berichterstattung zu Abweichungen im Wortlaut kommen. Am Ende des Textes finden Sie ein (englischsprachiges) Video des amerikanischen Nachrichtensenders CNN mit Livemitschnitten.

"Preis und Dank gelten nur Gott dem Gerechten und Gütigen, der Seinen Dienern wohlgesinnt ist. Gottes Gruß gelte Seinen Gesandten, von Hazrate Adam bis zu Noah, Abraham, Moses, Jesus und dem letzten der Propheten, Hazrate Mohammad Mustafa, Friede sei mit Ihm und Seiner Familie. Sie allen waren Herolde des Ein-Gott-Glaubens, der Brüderlichkeit und Liebe, der Würde des Menschen und der Gerechtigkeit.

 

 

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Bei 3 nach 9 war schon 5 nach 12

Offener Brief an Amelie Fried

Sehr geehrte Frau Fried,

die gestrige Sendung 3 nach 9 war furchtbar und hat mich, und sicherlich auch viele andere Zuschauer, frustriert, verärgert und deprimiert. Peter Scholl-Latour hatte offensichtlich Recht mit seiner Vermutung, Sie hätten ihn in eine Falle gelockt. Sie haben einen erfahrenen und in Sachen Nahost-Konflikt sehr beschlagenen Journalisten, einer naiven, aber perfekt geschulten israelischen patriotischen Propagandistin, gegenüber gestellt, die seine Enkelin sein könnte, offensichtlich in der Hoffnung oder zumindest Erwartung auf einen Skandal, in dem PSL keine Chance hatte heil davon zu kommen, weil Sie es so manipuliert hatten. Dies ist zumindest der Eindruck, der bei mir und vielen anderen Zuschauer entstanden ist. Der ndr hat sich wohl vor der zionistischen Karre spannen lassen, im naiven Glauben (oder war es nicht naiv?) oder diabolischer Absicht. Ich möchte schon gerne wissen, was Sie sich dabei gedacht haben.

Was ist denn diese „Botschafterin“ Israels anders, als in unserem Land die Botschafterin von Rheinland-Pfalz für den Wein, die Weinkönigin, oder irgendwoanders eine Kartoffelbotschafterin, die nichts anderes soll, als Propaganda zu verbreiten bzw. Wein oder Kartoffeln zu verkaufen. Da sind mir schon die Botschafterinnen, die Wein oder Kartoffeln verkaufen sollen, lieber, denn sie verkaufen zumindest echte, gute Produkte, während diese freche und vorlaute ­Melody Sucharewicz nur Propagandageschwätz verkaufen will. Aber wer will das schon haben. Sie, bzw. der ndr, sind darauf offensichtlich


reingefallen. Oder war es Absicht?

 

Sie, diese Melody, ist wie bei „Deutschland sucht den Superstar„, im Fernsehen ausgewählt worden. Was ist denn das für eine Qualifikation gegenüber einem erfahrenen, belesenen und die Probleme kennenden PSL, den ich nicht überbewerten will, den man aber auch nicht als „senil“ darstellen soll, wie es in Broders „Achse des Guten“ der Fall war.

Was Sie gestern gemacht haben, war beschämend und billig, und eines PSL nicht würdig. Er hat es nicht verdient, öffentlich mit einer auf dem Gebiet der Geschichte und der geschichtlichen Wahrheit offensichtliche einseitig geschulte Heuchlerin diskutieren zu müssen. Er hatte vollkommen Recht, wenn er von „dilettantischem Geschwätz“ sprach und Sie hatten vollkommen Unrecht, als Sie diese naive und Gehirn gewaschene Propagandistin in Schutz nahmen. Es war ein völlig ungleiches Kräfteverhältnis: Wissen, Erfahrung und Klugheit gegen Naivität, Unwissen und Frechheit. Die Tatsache, dass sie schon 9 Jahre in Israel lebt, macht dieses Mädchen noch lange nicht qualifiziert, auch, wenn sie eine sehr gute Schulung beim israelischen Propagandaministerium mitgemacht hat. Richtige und wahrhaftige Fakten sind wichtiger und aufklärender, als diese Mischung aus Emotionen, Lügen und Unwahrheiten.

Wenn Sie tatsächlich etwas über Gaza hätten wissen wollen, dann hätten Sie doch PSL ausreden lassen sollen und nicht zulassen, dass er von einem naiven Mädchen unterbrochen wird. PSL hätte vielleicht über die Verbindung zwischen den Kassam-Raketten und der Vertreibung von mehr als 10.000 unschuldigen Palästinensern aus Askelon, im Jahre 1953, aufklären können. Es war eine „saubere“ und widerliche ethnische Säuberung, zu der die Welt damals geschwiegen hat. Jetzt wehren sich diese Menschen, dass man sie in einem Ghetto (manche sagen KZ) eingesperrt hat, und die israelische Propagandistin will uns erzählen, dass es Terroristen sind. So gesehen sind alle Menschen, die gegen Besatzung und Unterdrückung kämpfen, Terroristen. Sobald sie aber ihr Ziel erreicht haben, sind sie keine Terroristen mehr: Siehe Algerien, Kenia, Israel, Irland u.s.w.

Da will die naive Botschafterin Israels zwischen einem Volk ohne Hoffnung, das mit untauglichen Mitteln für eine gerechte Sache kämpft und einer regionalen Großmacht, die sich demokratisch, humanistisch und aufgeklärt glaubt, aber tatsächlich eine brutale, grausame und kolonialistische Politik betreibt, vergleichen. Wie kann man als Israeli die Führer der Hamas verurteilen, während die eigenen Hände mit Blut beschmiert sind.

Und die Medien schweigen zu dem Unrecht, dass den Palästinensern tagtäglich angetan wird. Melody, unter dem Einfluss der Gehirnwäsche, sprach vom täglichen Terror gegen Sderot und sprach sogar von „zerfetzten“ Kindern. Ich lese seit 20 Jahren täglich die israelische Presse und mir sind keine zerfetzten Kinder von Sderot bekannt. Ich weiß aber von unzähligen palästinensischen Kindern, hunderte, die nur in den letzten drei Wochen ermordet worden sind. Und am (vorläufig) letzten Tag des Krieges wurden in Gaza, fast live im Fernsehen, vor den Augen der ganzen Nation, drei Mädchen, Töchter eines palästinensischen Arztes, der in Israel arbeitet, von einer Granate zerfetzt. Die Bilder können Sie im Internet sehen, oder im Palästina Portal von Erhard Ahrend.

Und warum schweigen Sie, Frau Fried? Weil Sie plötzlich irgendwelche jüdische Wurzeln in Ihrer Familie entdeckt haben? Ich bin auch Jude und ich bin entsetzt und traurig über das, was in Gaza auch in meinem Namen passiert und ich hoffe und bete, dass die Schuldigen israelischen Politiker und Militärs bald in Den Haag vor Gericht gestellt werden.
Daniel Barnboim sagte vor einigen Tagen: „Wann werden die Menschen endlich kapieren, dass man den Konflikt mit Gewalt nicht lösen kann. Gebraucht wird Vernunft, nur Vernunft.“ Die hat aber auch in Ihrer Sendung, seitens der Veranstalter, gefehlt.

Mit freundlichen Grüßen
Abraham Melzer

 

Wer ist Antisemit?

Grundsätzlich möchte ich zur Behauptung der Gegenseite, dass auch Juden Antisemiten sein können, folgendes sagen: Die Richtigkeit einer solchen Behauptung ist nicht absolut, sondern hängt einzig und allein davon ab, wie man „Antisemitismus“ definiert. Wenn man es so definiert, wie es Broder und seinesgleichen tun, und wie es in den letzten Jahren Mode geworden ist, dass nämlich jeder, der gegen die Politik des Staates Israel etwas einzuwenden hat, automatisch ein Antizionist und ergo auch ein Antisemit ist, dann sind in der Tat viele Juden „Antisemiten“, weil sie sich mit der Politik Israels kritisch auseinandersetzen. Das kann aber nicht richtig sein. Antisemitismus ist die Feindschaft gegen Juden, nur weil sie Juden sind und Antisemitismus endet bei dem Bestreben die Juden zu vernichten. Ich will nicht abstreiten, dass es im Verlauf der Geschichte, und da sind uns einige Fälle aus dem Mittelalter bekannt, auch einzelne pathologische Juden gegeben hat, die sich so verhalten haben, aber mir persönlich ist kein einziger Jude bekannt, auf dem diese Interpretation des Antisemitismus zutrifft oder auch im geringsten zutreffen könnte. Es handelt sich immer wieder um die Absicht berechtigte oder meinetwegen auch unberechtigte Kritik an der Politik Israels im Keime zu ersticken indem man den Kritiker sofort mit dem schlimmsten beschimpft, was unsere Gesellschaft heutzutage hergibt: Antisemit zu sein, selbst wenn es sich um Juden handelt.

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