Anhänger der Neturei Karta protestieren gegen Zionismus.
Neturei Karta
Neturei Karta (dt. „Wächter der Stadt“) ist eine 1935 entstandene ultraorthodoxe jüdische Gruppierung, die aus religiösen Gründen den Zionismus und den Staat Israel vehement ablehnt.
Die Organisation entstand 1935 als Abspaltung der Organisation Agudat Yisrael, als diese zunehmend weniger antizionistisch wurde. Nach Ansicht der Gruppe wird nach der Ankunft des Messias ein neues Israel als „ein Königreich“ ohne menschliches Zutun und ohne Waffengewalt entstehen, „dessen Grundlage der göttliche Dienst sein wird“. Da es die Tora verbiete, das Exil zu beenden und einen Staat zu gründen, lehnte Neturei Karta 1948 auch die Schaffung Israels ab.
Weltweit hat die Gruppe mehrere Synagogen (u.a. Tora Ve'Yira – Jerusalem, Tora U'Tefila – London, Tora U'Tefila – New York, Beis Yehudi – Monsey, NY). Die Gemeinden der Neturei Karta folgen den Bräuchen (hebr. Minhagim) des Gaon von Wilna, weil die Ursprünge dieser Gemeinden im litauischen, und nicht im chassidischen Teil des ultraorthodoxen Judentums liegen. Doch mittlerweile sind die meisten Neturei-Karta-Leute aus dem chassidischen Bereich, wie aus Satmar, Breslov, Kashoa und anderen.
Die Position von Neturei Karta führt zu starker Polarisierung: sie wird von vielen anderen orthodoxen wie auch nicht-orthodoxen Juden abgelehnt; in der moslemischen Welt hingegen findet sie viele Fürsprecher. Durch die starke mediale Präsenz der Neturei Karta wird der Eindruck erzeugt, dass sie eine Mehrheitsposition vertrete. Die Mehrheit der jüdischen Orthodoxie ist jedoch nicht antizionistisch oder aber in weniger radikaler Weise; dies führt zu Spannungen innerhalb der jüdischen Gemeinde.
Weiterlesen...
Nationalbüro der jüdisch-französischen Vereinigung für den Frieden, UJFP*
Die Maske ist gefallen, es reicht!
Offener Brief an die Damen und Herren Leiter des Vertreterrats der jüdischen Organisationen von Frankreich, CRIF**
Sie haben absolut kein Recht, in unserem Namen zu sprechen, noch im Namen all der Unseren, die in die Ghettos gepackt, bei Pogromen ermordet, in den Todeslagern vernichtet wurden, die aber auch in allen Kämpfen dabei waren, von der Internationale für eine bessere Welt bis zur Résistance gegen die Nazi-Eroberer, gegen den Kolonialismus und für Freiheit, Recht, Würde und Gleichheit . Sie haben den Verbrechen der israelischen Armee applaudiert und sie dazu ermutigt, mit Bomben die Bevölkerung dessen zu zermalmen, was Sie eine "feindliche Einheit" nennen; deren Häuser in Schutt zu legen; was sie angebaut haben, zu verwüsten; Schulen, Moscheen, Krankenhäuser, Krankenwagen und sogar einen Friedhof zu beschießen... Somit haben Sie sich ins Lager der Verfechter der Apartheid begeben, der Unterdrücker und neuen Barbaren, und das Blut ihrer Opfer besudelt auch Sie. Zugleich haben Sie alles menschliche Gefühl verloren, alles Mitgefühl angesichts der Not, und Sie haben uns beleidigt und beschmutzt, indem Sie alle Juden mit den Unterstützern einer Kriegsverbrecherbande gleichgesetzt haben; auch haben Sie das Andenken an Rachi, Edmond Fleg, Emmanuel Lévinas und so viele andere entehrt und an alles, was das französische Judentum an menschlichem Reichtum, an Intelligenz und Aufklärung enthielt. Sie haben aus einem kolonialen und geopolitischen Konflikt einen Gruppenkonflikt machen wollen, indem Sie behauptet haben, "95% der französischen Juden befürworten die israelische Intervention". Sie schüren den Antisemitismus, dessen Wiederaufkeimen Sie zu befürchten vorgeben, ganz wie pyromane Feuerwehrleute. Nein, meine Damen und Herren Leiter des sich so nennenden "Vertreter-"Rats der jüdischen Einrichtungen von Frankreich, für uns vertreten Sie nichts. Sie vertreten die Eiferer für eine verabscheuungswürdige Metzelei.
* Die Union juive française pour la paix, UJFP, ist, wie die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Mitglied der European Jews for a Just Peace, EJJP, Amsterdam ** Der Conseil représentativ des institutions juives de France, CRIF, entspricht dem Zentralrat der Juden in Deutschland
T:I:S, Übersetzung, 9. Februar 2009. Original des Offenen Briefs vom 8. Februar 2009 bei der UJFP http://www.steinbergrecherche.com/09kriegsjuden.htm#UJFP
Die selbstverschuldete arabische Unmündigkeit
Ansprache von Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, anlässlich der Solidaritäts-Kundgebung für Israel am 11. Januar 2009 am Marienplatz in München und die Erwiderung darauf durch Abraham Melzer, der die dumpfe und übelriechende Demagogie Knoblochs demaskiert. Nun steht sie nackt dar, die Königin der Juden, auch wenn noch genug Volk sie bejubelt.
Mit der Gründung des Staates Israel sind wir - so hat es David Ben Gurion einst ausgedrückt - mehr als je zuvor zu Bürgern dieser Welt geworden.
Ben Gurion meinte allerdings die Israelis und nicht die Juden in Deutschland und schon gar nicht Charlotte Knoblochh. Und als solche - als Bürger dieser Welt - erheben wir heute unsere Stimme: Wir wollen und können nicht länger schweigend zuschauen, wie die Terroristen der Hamas Raketen auf israelische Kinder, Frauen und Alte feuern.
Und was ist mit den Bomben, die Israel auf Wohngebiete in Gaza fallen lässt? Wir wollen und können nicht länger dulden, wie Neonazis und andere Antisemiten mit Islamisten gemeinsame Sache machen. Nicht jeder, der gegen den Krieg in Gaza protestiert hat, ist Terrorist und Antisemit.
Hier und jetzt wollen wir unsere Stimme erheben gegen die antijüdische und antiisraelische Propaganda. Gegen die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Und für ein Israel in sicheren Grenzen.
Welche sind die sicheren Grenzen Israels? Wann wird Israel endlich seine endgültigen Grenzen definieren? Vielleicht ist Israel so unsicher, weil es ein Land ohne Grenzen ist? Sie alle wissen, dass sich die Menschen Israels und der Palästinensergebiete nichts sehnlicher wünschen als den Frieden. Unsere Familien und Freunde im Nahen Osten sind es leid, jeden Tag aufs Neue das hässliche Gesicht des Terrors zu sehen. Sie wollen leben, ihre Kraft und Energie zum Wohle Israels einbringen, statt ständig gegen einen unerbittlichen Feind kämpfen zu müssen.
Weiterlesen...
|
|