• Söldner gegen die Zukunft - Hörbild zum Zionismus CD
  • Sie alle sind unsere Kinder von Florian Mebes
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Jetzt erhältlich: Sie alle sind unsere Kinder von Florian Mebes
Montag, den 31. Oktober 2011 um 08:32 Uhr

Seit dem 15.10.2011 erhältlich: "Sie alle sind unsere KINDER" von Florian Mebes.
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„Sie alle sind unsere Kinder“, waren die letzten Worte der Ansprache Bassam Aramins am Grab seiner Tochter. Den Verlust des eigenen Kindes zu erleben ist die furchtbarste menschliche Erfahrung. Die Mitglieder der israelisch-palästinensischen Organisation „Parents Circle – Families Forum“ beziehen aus ihrem Verlust Kraft und treten für Versöhnung zwischen den beiden Völkern ein. Unter dem Motto, dass ihre Kinder die letzten sein sollen, die dem endlos erscheinenden Kreislauf der Gewalt zum Opfer fielen, möchten sie die Hoffnung auf Frieden, der heute ferner denn je zu sein scheint, aufrechterhalten. Von Angesicht zu Angesicht treten sie vor die Menschen, versuchen auf persönlicher Ebene ihre Zuhörer für ihr Anliegen zu gewinnen. Auf politischer Ebene passiert nicht viel, der Friedensprozess im Nahen Osten stagniert seit Jahren.

Wer, wenn nicht die Völker an sich soll hier noch etwas bewegen? Das Buch „Familienkreise – Sie alle sind unsere Kinder“ beschreibt die persönlichen Geschichten und Schicksale der Protagonisten Bassam Aramin, Rami Elhanan, Aaron Barnea und Robi Damelin, und stellt ihre Perspektive der Situation in Israel und dem zu gründenden Staat Palästina dar.

Der Palästinenser Bassam Aramin verlor seine Tochter Abir im Januar 2007. Als sie an der Hand ihrer Schwester die Schule verließ, wurde sie offensichtlich von einem Gummigeschoss, abgefeuert von einem Soldaten der israelischen Grenzschutzeinheit, tödlich am Kopf verwundet. Die genaue Todesursache blieb unklar. Die israelische Armee veröffentlichte voneinander abweichende Stellungnahmen. Mal soll sie von einem von palästinensischen Jugendlichen geworfenen Stein getroffen worden sein, dann wieder von einem an ihrem Kopf detonierten Tränengaskanister. Augenzeugen fanden neben ihrem Körper das mit Gummi ummantelte Projektil und sagten aus, dass nur ein Schuss fiel, woraufhin sich der vor der Schule geparkte Jeep der Grenzschutzeinheit aus dem Staub machte. Im Oktober 2009 kam es zur Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof Israels. Das Verfahren wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Smadar Elhanan, die Tochter des Israelis Rami Elhanan, wurde im September 1997 von Selbstmordattentätern der extremistischen Hamas in die Luft gesprengt. Mit zwei Freundinnen war sie in der belebten Fußgängerzone der Ben-Yehuda-Straße in Jerusalem unterwegs, um Schulbücher für das gerade begonnene neue Schuljahr zu kaufen.

Noam Barnea, der Sohn Aaron Barneas, war Soldat einer der angesehensten israelischen Eliteeinheiten. Während einer Erkundungsmission, der die Entschärfung von Sprengfallen folgen sollte, die die Terrororganisation Hizbollah platziert hatte, kam er im April 1999 im südlichen Libanon in der Nähe der Beaufort-Festung ums Leben. Die für die Aufklärung zuständigen Einheiten hatten eine Sprengfalle übersehen, die auf dem von der Beaufort-Festung ins Tal hinabführenden Pfad angebracht worden war. Noam Barnea starb fünf Tage vor dem Ende seines Pflichtdienstes. Als er getötet wurde, trug er einen Button mit dem Slogan „Lasst den Libanon in Frieden“ an seiner Uniform. Obwohl es den Soldaten verboten ist, politische Statements im Dienst offen zu zeigen, ließen ihn seine Vorgesetzten gewähren, da er seine Pflicht stets sehr gewissenhaft erfüllte. Aaron Barnea erhielt den blutdurchtränkten Button nach dem Tode Noams zurück.

Die Israelin Robi Damelin verlor ihren Sohn im März 2002. David Damelin leistete seinen Reservedienst im von Israel seit 1967 besetzten Westjordanland. An einem Checkpoint in einem Tal in der Nähe Ramallahs wurde er am frühen Morgen von einem palästinensischen Scharfschützen erschossen. In Unterhosen und mit dem Maschinengewehr in den Händen rannte er aus dem ehemaligen britischen Polizeiposten, nachdem er von Schüssen geweckt worden war. Der Scharfschütze erschoss in sofort. Zwei Jahre später wurde der Attentäter verhaftet und zu einer mehrmals lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Robi Damelin suchte den Kontakt zu ihm, schrieb einen Brief an die Familie des Mörders ihres Sohnes mit der Bitte um Weiterleitung ins Gefängnis. Auf Umwegen erreichte der Brief nach vielen Monaten den Einsitzenden. Der Dialog begann.

  • ca. 160 Seiten, Broschur
  • 14,99 €
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